Ökologie des Bewusstseins

Ökologie des Bewusstseins

„Kein Phänomen ist ein Phänomen, außer es ist ein beobachtetes Phänomen. Also ohne die Beobachtung gibt es keine Phänomene“
(Niels Bohr)

1. Alles ist Information

Es gibt keine Abfälle in unserem Denken und Fühlen, es gibt nur wertvolle Rohstoffe. Alles sind „Phänomene“ und es liegt an uns, ob wir daraus inneres Gold oder inneren Müll werden lassen.
Alles, was wir wahrnehmen ist in der Sprache der Quantenphysik zunächst ein „Phänomen“. Jedes Symptom beispielsweise wäre ein wahrgenommenes „Phänomen“, in der Sprache von Niels Bohr, einem der bedeutendsten Quantenphysiker und Nobelpreisträger des 20. Jahrhunderts. Und diese Phänomene sind auf der Ebene unserer Grundüberzeugungen auch immer „Erfolge“. Denn alles, was wir in unseren Gedanken und Emotionen wahrnehmen, ist das exakte Ergebnis unserer Grundüberzeugungen. Jenseits unserer Bewertungen ist Alles zunächst Information. Erst mit unseren Bewertungen erschaffen wir uns all unser „Scheitern“, unsere „Unzulänglichkeiten“, unsere „Unfähigkeiten“. All das ist jedoch der exakte Erfolg unserer Grundüberzeugungen.

Das Einfache daran ist, dass diese Grundüberzeugungen nicht von Gott oder unseren Genen gegeben sind, sondern, dass Gott oder unsere Gene uns die Freiheit geschenkt haben, diese Grundüberzeugungen zu verändern. Und das Schönste dabei ist, „es ist überdies ganz leicht“ sie zu verändern, sobald wir auf diese Überzeugungen unseren Fokus richten. Denn es funktioniert sogar nur in unserem Modus der inneren Leichtigkeit und Entspannt SEIN. Ist das nicht genial? Denn sobald wir erkennen, dass es „schwierig“ ist, kommt schon wieder die nächste Grundüberzeugung dran. Und sobald wir dies erkennen, sehen wir plötzlich in all unseren Gedanken und Emotionen nicht mehr die Wirklichkeit, sondern präziseste Wegweiser zu unserer Realitäts-Erschaffenden Kraft in uns.

2. Die Kunst des Nicht-Wissens

Offenheit und Neugier sind die beiden wesentlichen Voraussetzungen, um uns auf die spannende Entdeckungsreise in die eigene innere Wirklichkeit zu begeben. Neugier, als das brennende Verlangen wahrzunehmen, was uns wirklich ausmacht. Und Offenheit für das möglicherweise Neue, selbst wenn es dem zuwiderläuft, was wir erwarten und glauben. Offenheit ist die Bereitschaft uns immer wieder aufs Neue selbst zu erfinden.

Wir leben in einem konstanten „Jetzt“ Kontinuum: Alle Informationen, die wir für das Erreichen von vermeintlichen Veränderungen benötigen, erscheinen in jedem Einzelnen Moment. Exakt, wenn wir „daran denken“ oder unsere Gefühle, unsere Emotion wahrnehmen.

Und jetzt kommt der entscheidende Schritt: Nicht zu Wissen und sofort zu bewerten, sondern einfach nur wahrnehmen: Dieses reine Wahrnehmen, führt uns exakt zu dem, was gerade „wirklich“ ist. Beispielsweise „… ah, ich kann nicht mit Geld umgehen“, oder „… oh, ich darf gar nicht leben“, oder „ mir steht es nicht zu glücklich zu sein“, oder „…ich kann nicht“, oder, oder, oder. Können Sie sich vorstellen, dass es Menschen gibt, die Listen füllen können, mit solchen einschränkenden Grundüberzeugungen?

Der revolutionäre Schritt in unserer Evolution, an dem wir gerade stehen, ist präzise zu unterscheiden, was die Realität und was Hinweise auf die Realität sind. Sofern wir diese Einschränkungen für unsere Realität halten, müssen wir genau analysieren, woher wir diese Überzeugungen haben, wie sie entstanden sind, und was sie bedeuten. Und das am besten schematisch versteh und berechenbar. Ganz viel „Wissen“ eben. Doch genau das führt dazu diese Realität zu manifestieren, oder eigentlich erst zu erschaffen! Scharf ausgedrückt zu traumatisieren bzw. zu re – traumatisieren. Irgendwann beginnen wir dann uns mit dem Problem, der Krankheit, der Angst, oder dem Trauma zu identifizieren. Und möglicherweise verstärken all die Experten dafür diesen Prozess. Es geht nicht darum ganz viel zu wissen, vielmehr steht unser vieles Wissen oftmals der reinen Wahrnehmung nur im Wege. Je stärker wir uns unser „Nicht Wissen“ erlauben, eröffnet sich der Zugang in eine völlig neue Welt in uns.

Nehmen wir gerade ein Beispiel: Wir können keinen Widerstand wahrnehmen. Etwas als Widerstand zu bezeichnen, ist immer ein Konstrukt, eine Bewertung. Aus der reinen Wahrnehmung heraus ist Widerstand stets ein Konstrukt eines Beobachters, der noch keinen Zugang gefunden hat. Nicht mehr und nicht weniger. Daran ändert auch nichts, dass es zu solchen Konstrukten ganze Lehrbücher gibt, die tausend Kriterien beschreiben, was und welche Formen von Widerstand es gibt, den es nicht gäbe, wenn er nicht von einem Beobachter beschrieben würde.

Sobald wir beginnen, unsere wahrgenommenen Einschränkungen als Hinweise zu erkennen, beginnen wir den Prozess unserer eigenen Wahrnehmungsverarbeitung selbst zu gestalten und die uns gegebene Freiheit unsere eigene Wirklichkeit zu gestalten entfalten zu lassen. Jenseits von Problemorientierung, jenseits von Lösungsorientierung, jenseits von Heilung.

3. Konkretes Vorgehen in der Praxis

Alle Information ist immer im Moment vorhanden; sie will nur beachtet werden. Aus dieser Grundhaltung entwickelt sich das konkrete Vorgehen, wie von selbst. Anhand des Beispiels von Alice und ihrer »Höhen- und Flugangst« können wir uns die einzelnen Schritte bei der Vorgehensweise anschauen:

Alice, eine erfolgreiche, attraktive und voll im Leben stehende Frau Anfang fünfzig, wurde durch die »offene« Metalltreppe, die auf dem Weg in mein Büro über einen Lichthof führt, an ihre Höhenangst erinnert. »Ich bin schwer traumatisiert, was Höhe und auch das Fliegen angeht. Bei mir reicht schon der Gedanke an ein Flugzeug aus, um in Panik zu fallen.« Wir sehen, Alice kannte sich mindestens mit dem Vokabular gut aus: »traumatisiert«, »Höhenangst«, »Flugangst«. Jahrelange therapeutische Erfahrungen eben, durch die wir immer mehr zu Experten werden und wodurch im Lauf der Zeit sogar eine Art Sucht nach all den hochemotionalen Empfindungen dieser Expertenkarriere als »Leidende« (Patienten) bzw. »Abhängige« (Klienten) entstehen kann.

Um Alice jetzt in ihrem eigenen Wahrnehmungsprozess bestens zu unterstützen, ist meine wichtigste Aufgabe als Begleiter, einfach „ »nicht zu wissen«, sondern lediglich Resonanzboden zu sein. Ich höre und fühle, um meinem Partner Angebote für Befähigungen zu machen, ohne Anspruch auf Richtigkeit. Ich vertraue darauf, dass mein Partner alles in sich selbst vorfindet.

Erster Schritt: »Ich weiß nichts über irgendwelche Krankheiten, Probleme, Traumen – und mit Flug- oder Höhenangst kenne ich mich überhaupt nicht aus. Wenn dich das interessiert, bitte kontaktiere einen Experten.«

Zweiter Schritt (natürlich nur, sofern Alice daran interessiert ist): »Abgesehen von deinem Problem, deiner Krankheit oder deinem Trauma, da ich auf dieser Ebene überhaupt nichts weiß: Was nimmst du denn im Moment wahr, wenn du an die offene Metalltreppe oder das Flugzeug denkst?«

Meist reagieren Menschen auf solche Fragen am Anfang eher stockend, da sie es nicht gewohnt sind, wirklich nur auf ihre Wahrnehmung zu achten, doch Alice sprach gleich davon, dann nur noch steif zu sein und sich wie eingefroren zu fühlen. Meine Aufgabe besteht weiterhin schlichtweg darin, zuzuhören (nicht zu wissen) und das Vertrauen zu haben, dass alle notwendigen Informationen in der puren Wahrnehmung erscheinen.

Dritter Schritt: Das ganze Universum folgt dem Gesetz der Polarität. Deswegen begleite ich Alice in ihrem Wahrnehmungsprozess dabei, nicht die Einschränkung, sondern die polare Befähigung zu hören. Und je mehr es mir und meiner eigenen Hirnphysiologie zur Gewohnheit geworden ist, rein in polaren Befähigungen zu denken und zu spüren, desto schneller kommen diese Schritte so automatisch, wie wir beim Autofahren mit der Gangschaltung umgehen. Auf diese Weise höre ich als Befähigung zu »eingefroren«“ und „ »steif« in Alices Beispiel: – „»Beweglichkeit« und »mich selbst zum Ausdruck bringen«, und diese Anregungen lösten in Alice auch sofort etwas aus. Sie durchwanderte in Gedanken ihre Lebensbereiche, nickte dazu fortwährend mit dem Kopf und sagte dann zu mir: »Es fühlt sich völlig fremd für mich an, beweglich zu sein und meine Bedürfnisse leicht zum Ausdruck zu bringen – ich funktioniere nur!«

Vierter Schritt: Wahrnehmen der Überzeugungen auf der inneren Überzeugungsebene mit dem Muskeltest sowie den Ladungszustand der Befähigung mit einer der Q!-Verbindungen aktivieren, die im Übrigen auch in meinem Buch vorgestellt werden.

Fünfter Schritt: Erleben einer anderen, für uns neuen Wirklichkeit, die weder statisch noch vorhersehbar ist. Nachdem ich mit Alice über Beweglichkeit und Selbstausdruck zu spielerischer Leichtigkeit und Lebensfreude gelangt war, verließ sie mich über die besagte offene Metalltreppe, indem sie zuerst auf ihr stehen blieb und hinunterschaute, dann plötzlich lachend zwei Stufen hinaufhüpfte, um nun zwei wieder hinunterzutänzeln. Dabei zwinkerte sie mir strahlend über die Schulter zu wie eine Schauspielerin auf der Bühne, und wir beide mussten einfach losprusten wie Teenager.

Was war und was ist denn nun die Wirklichkeit?

Ich kenne die Antwort darauf nicht, doch ich bleibe weiterhin neugierig. Gibt es ein Trauma wirklich und falls ja, war Alice zuvor traumatisiert, unabhängig von der Bewertung eines Beobachters? Ich weiß es nicht, und aus der Perspektive unserer Quanten-Intelligenz kann ich es nie wissen. Somit kann es auch nie Heilung geben. Sehr wohl können wir uns aber in unserem Heilsein Moment für Moment erleben und unser Heilsein im Jetzt wahrnehmen. Als Begleiter habe ich dabei auch nie die Intention, zu helfen, weil ich nie weiß, ob überhaupt etwas Hilfs- oder Errettungs bedürftiges existiert. Diese Grundhaltung können wir auch als Quanten-Vertrauen bezeichnen: Jenseits unserer Bewertungen ist alles vorhanden – – zumindest auf der Ebene der kleinsten Grundbestandteile, aus denen der Teppich des Lebens gewebt ist.

Durch kontinuierliche Anwendung dieser Grundhaltung steigt nicht nur unser Vertrauen, sondern unsere eigene Hirnphysiologie verändert sich ganz selbstverständlich. Die Fülle der Welt und unser inneres Gold können wir zunehmend in uns im ständigen Jetzt erleben. Der beste Anfang ist jetzt!

4. Einfach – genial – verbunden

„Ich bin nicht mehr eine Maschine, die aus einem Körper besteht, der von einem Hirn herumkommandiert wird und auf Gedeih und Verderb von einer elektrischen Ladung abhängig ist, die mein Herz am Schlagen und meine Synapsen am Knistern hält. Jetzt darf ich mich als intelligentes System verstehen, das massiv und rasch für einen simultanen Informationsaustausch zwischen Geist und Körper sorgt. Meine Zellen sprechen buchstäblich miteinander, und mein Gehirn beteiligt sich eifrig an dem Gespräch“.
(Candace Pert)

Mit diesen Worten bringt Candace Pert plastisch das neue auf Information aufbauende Konzept unseres Selbst zum Ausdruck. Und je stärker in diesem ständigen inneren „Gespräch“ eine Schwingung der Kohärenz entsteht, kommen unsere Augen ins Leuchten und tritt unser Herz in Resonanz. Wir bewegen uns in unserem inneren Wachstumsmodus.

Je intensiver wir mit diesem reinen Wahrnehmungsprozess vertraut werden, verändert sich automatisch unsere eigenen Hirnphysiologie: Wir sehen, wir hören und wir spüren nur noch Befähigungen, weil wir unsere Gedanken und Emotionen gar nicht mehr für die Wirklichkeit halten können, sondern sie automatisch als Wegweiser zu unseren inneren Befähigungen erleben. Wir können dann gar nicht mehr „lösungsorientiert“ arbeiten, weil wir erkennen mit dem Gedanken an die Lösung gleichzeitig das Feld des Problems zu stärken. Die „Lösung“, die „Heilung“ oder auch die „Quanten Heilung“ ergibt sich schlichtweg von selbst, als die Nebenwirkung jeder integrierten Befähigung.

Wollen Sie mehr darüber lesen, dann könnte mein Buch “Q! Quanten!ntelligenz – Heilsein erleben statt Heilung suchen” für Sie interessant sein, oder Sie besuchen einen meiner Q! Workshops und erleben selbst, wovon ich schreibe.

Weitere Infos unter:

Institut für QuantenIntelligenz | Klaus Medicus | Spicherenstraße 14 | 81667 München | Telefon +49 (0) 89 / 48 99 72 15 | email hidden; JavaScript is required