Intelligente Zellen

Wir bestehen aus mehr als 50 Billionen Zellen, die sich in einer ständigen biochemischen Wirklichkeit befinden. Und diese biochemische Wirklichkeit ist die Basis unserer individuell erlebten Wirklichkeit. Gesteuert wird diese durch unsere verinnerlichten Überzeugungen und nicht, wie heute noch fälschlicherweise angenommen, über unsere Gene. Auf der “Bühne unseres täglichen Lebens” erscheinen in jedem Moment Menschen, Ereignisse, Gedanken, Informationen usw., die unsere Zellen in den Wachstumsmodus (=1) oder den Schutzmodus (=0) einladen. Diese Entscheidung läuft in unserer Kultur bisher meist unbewusst, aufgrund von Voreinstellungen durch unsere Überzeugungen. Mit Gewahrsein auf den jetzigen Moment bekommen wir jedoch alle relevanten Informationen zu den abgespeicherten Glaubensmustern.

Wachstumsmodus und Schutzmodus

Die Reaktion unserer Zellen auf eingehende Impulse folgt automatisch einem binären Prinzip. Das bedeutet, dass unsere Zellen lediglich die Wahl zwischen zwei Möglichkeiten haben. Der Wachstumsmodus erlaubt den Zellen durchlässig und in Verbindung miteinander zu sein, es werden Glückshormone gebildet, Nährstoffe aufgenommen und Schadstoffe ausgeschieden. Wir sind dadurch konkret in der Lage bewusst und entspannt zu agieren. Der Schutzmodus wird auch Überlebensmodus genannt, denn hier geht es ums blanke Überleben und nicht um ein schönes Leben! Im Schutzmodus werden die Verbindungen im Gehirn gekappt, die Zellen sind verschlossen, sie nehmen weder Nährstoffe auf noch können sie Schadstoffe ausscheiden. Jetzt geht es nur noch darum blitzschnell zu handeln. Stresshormone wie beispielsweise Adrenalin und Cortisol werden ausgeschüttet und wir reagieren innerlich genau wie vor Jahrtausenden mit Kampf, Flucht oder Starre.

Positives Denken nützt nix!

Der Überlebensmodus ist absolut wichtig, doch kollektiv betrachtet verbringen wir schlichtweg zu viele Zeitanteile unseres Daseins damit zu überleben! Grundvoraussetzung für unser Wohlbefinden und unsere Gesundheit sind Zellen, die sich möglichst oft im Wachstumsmodus befinden. Nur so sind wir innerlich frei und unsere Zellen können in Ruhe ihrer jeweiligen Aufgabe nachgehen. An dieser Stelle weisen wir eindringlich darauf hin, dass das nichts mit positivem Denken zu tun hat, denn erfahrungsgemäß verursacht diese Haltung unseren Zellen zusätzlich „Stress“. Stellen Sie sich vor, ihre automatische Reaktion auf ein Ereignis ist der Schutzmodus ihrer Zellen. Sie bemerken das und denken daraufhin ununterbrochen positiv. Das heißt, ihr inneres Erleben ist unangenehm und ihr Verstand sagt Ihnen, dass alles prima ist. Wie empfinden Sie diesen Widerspruch? Aufbauend oder einschränkend?

Die Wirklichkeit verändert wahrnehmen

Wenn wir bereit sind unser Gewahrsein auf die reine Information im Jetzt zu lenken, ist es mit der Qi Methode ganz leicht von wahrgenommenen Einschränkungen zu den individuellen Befähigungen zu gelangen. Die erste Voraussetzung ist dafür jedoch, dass wir einfach und ehrlich wahrnehmen, was ist. Ganz egal, ob es sich dabei um Wut, Trauer, Enttäuschung, Enge, Misserfolg oder einen anderen unerwünschten Zustand handelt. Danach gilt es alle Fragen nach dem Warum, nach Ursachen und jeglichen Diagnosen über Bord zu werfen, denn diese Konzepte führen uns ausschließlich in unseren bewussten Verstand. Für ein neues Paradigma der Wahrnehmung, jenseits des therapeutischen, oder lösungsorientierten Weltbildes, welches vornehmlich auf Defizite und Mangel fokussiert, benötigen wir die weniger gewohnten Hirnregionen. Sie werden staunen, denn Qi macht Freude und funktioniert mit Leichtigkeit.

Zugang zum Raum der Möglichkeiten

„Die quantenphysikalische Wellenfunktion, die das mögliche Verhalten von Elektronen und anderen Teilchen beschreibt, … bildet mögliche künftige Zustände als Wahrscheinlichkeiten ab. Wenn ein Quantenteilchen wie zum Beispiel ein Elektron in eine konkrete Wechselwirkung mit einem physikalischen System eintritt, zum Beispiel im Rahmen einer Messung im Labor, »kollabiert« die Wellenfunktion zu einer einzigen der vielen theoretischen Möglichkeiten. Viele Möglichkeiten reduzieren sich auf ein objektiv beobachtbares Faktum, und das Gleiche geschieht, wenn ein Mensch unter mehreren Möglichkeiten eine wählt und entsprechend handelt.“ (Rupert Sheldrake )